Joliba e.V.

 
Home English Version Pressespiegel Görlitzer Park Projekt

Pressespiegel Görlitzer Park Projekt

 


LIEN SOCIAL 1133 - 23.01 au 5.02.2014

Un coffeeshop expérimental à Berlin

Un parc berlinois symbolise les contradictions conjuguées de la politique
de lutte contre la drogue et celle envers les réfugiés........

weiterlesen


Ruppig und struppig wird der Görli immer bleiben

unter diesem Titel hat auch die Süddeutsche Zeitung zum Thema Drogen im Görlitzer Park in Berlin geschrieben.

.....Joliba hat einen Flyer entworfen, der an die Dealer verteilt werden soll. In vier Sprachen wird darauf erklärt, dass die Männer bitte keine Jugendlichen ansprechen sollen und keine zu großen Gruppen an den Parkeingängen bilden und sich freundlich und respektvoll verhalten sollen. Auf der Rückseite weist Joliba auf sein Angebot hin: Beratung, Deutschkurse, Computerbenutzung, Nähmöglichkeiten.......


Streit um Park

in Berlin Kreuzberg

Fluchtpunkt Görlitzer Park

Artikel von Konrad Litschko in der Taz

Anwohner klagen, die Polizei fährt Razzien: Die Zahl der Dealer im Görlitzer Park steigt. Es sind Flüchtlinge aus Afrika, junge Männer wie Ibrahim aus Mali.

 

Deutschland braucht Coffeeshops, findet die grüne Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann in Berlin Kreuzberg. Das sei ein falsches Signal, meint die Drogenbeauftrage des Berliner Senats.

Katharina Oguntoye, 54, leitet das interkulturelle Netzwerk Joliba in Berlin:
Ich denke nicht, dass wir zu diesem Zeitpunkt einen Coffeeshop in Kreuzberg brauchen. Ich finde es richtig, die User und die kleinen Dealer zu entkriminalisieren, doch ein Coffeeshop am Görlitzer Park würde die dramatische Situation nicht entschärfen. Die Ursache für die steigende Zahl der Afrikaner im Park, einige davon sind Dealer, andere aber auch nicht, ist die Politik gegenüber Flüchtlingen und Migranten. Menschen sind gezwungen, ihre Heimatländer zu verlassen. Hier angekommen, erhalten sie keine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu sichern, weil sie keine Arbeitserlaubnis bekommen.
Sinnvoll fände ich deshalb Unterstützungsangebote, damit sie sich in ihrer neuen Lebensumwelt zurechtfinden. Coffeeshops sind nur dann eine Option, wenn sie Teil eines Gesamtkonzeptes sind, welches Informations- und Hilfsangebote einschließt. Neue Ansätze benötigen einen breiten gesellschaftlichen Konsens, zu dem die aktuelle
Diskussion beitragen kann.

"Ibrahim kennt Daniel Okine nicht. Noch nicht. Wenn Okine auch ihn ansprechen und fragen wird, was er gerade am meisten braucht, was wird er da antworten? Ibrahim zögert nicht lange. „Einen Job“, sagt der junge Malier. Und welchen? Er schaut fragend. „Egal, einen Job, irgendeinen.“

Ibrahim jobbt derzeit im Görlitzer Park. Von seinem Arbeitsplatz aus kann er weit auf das struppige Gras des Kreuzberger Parks blicken, auf die plaudernden Menschengrüppchen, die Frisbeespieler, die Spaziergänger und Radfahrer. „Marihuana?“, fragt Ibrahim diejenigen, die an ihm vorbeilaufen. Es klingt freundlich, er lächelt dabei. Manchmal formt er seine Finger, als ziehe er an einem Joint. Die Fußgänger aber blicken zu Boden, gehen weiter. Es läuft nicht gut an diesem Nachmittag.

Ibrahim sieht jung aus, auf seinen Augen liegt ein glasiger Schleier. Er trägt die Haare kurz, eine Trainingsjacke und eine zu große Armbanduhr. So wie viele hier. Anders als sie wirkt er fast schüchtern. Doch als ihn ein Mitstreiter anblafft, schimpft Ibrahim lautstark zurück. Wer im Görlitzer Park arbeitet, kann sich keine Schüchternheit erlauben.

Seit sechs Monaten ist Ibrahim im Park. Er ist damit Teil einer Debatte geworden, die seit Wochen um den Görli tobt. Als „Drogenumschlagplatz“ tituliert ihn die Boulevardpresse. Bis zu 100 Dealer, sagt die Polizei, hielten sich täglich im Park auf. Tendenz steigend.

Innensenator Frank Henkel, der CDU-Mann, versprach mehr Polizeipräsenz. Das Bezirksparlament beriet am Mittwoch über einen Coffeeshop, in dem legal Cannabis verkauft werden könnte. Die lokale CDU fordert einen Zaun, der nachts abgeschlossen wird. Und das Bezirksamt setzt nun auf Sozialarbeiter. Auf Daniel Okine und sein Team.

Ausgerechnet in Kreuzberg wird ein Park zum umkämpften Platz. Im Alternativbezirk, der sich stets größtmögliche Toleranz attestiert. Selbst liberale Anwohner klagen nun über die Masse an Dealern, über belagerte Parkeingänge, das aggressive Bewerben der Drogen. Viele tun es mit einem mulmigen Gefühl. Sie wissen, dass die, die sie kritisieren, nicht herkamen, um am Ende im Görli zu dealen. Und doch klagen sie: wegen der Kinder, wegen des gefühlt so unsicheren Parks.

Die Gegenseite steht sofort parat: Als Gentrifizierer schmähen sie die Sorgenträger. Mit einer Kundgebung demonstrierten Linke für die Dealer und gegen „rassistische Polizeikontrollen“. Neben dem Park brannten vier Autos. Als Zeichen gegen den „rassistischen Bürgermob“, wie es im Bekennerschreiben hieß.

Der Görlitzer Park, eine Toleranzprobe. Für diejenigen, über die jetzt alle reden, ist der Park aber mehr. Er ist letzter Zufluchtsort, ist Existenzgrundlage. Nur redet bisher niemand mit ihnen.

Das ist auch nicht einfach. „Paparazzi? Oh no, no!“, sagt ein Afrikaner, der zuvor von einer Bank aus um Kunden warb. Er scheucht den Journalisten davon. Ein Mann aus Angola erzählt, er lebe im „Heim“ in Dessau, sei nur heute hier und warte auf seine Freundin. Ein anderer Afrikaner am anderen Ende des Parks erzählt genau die gleiche Geschichte. Tage später sind beide wieder da.

Bei der Polizei heißt es, die Dealer seien fast ausnahmslos Afrikaner, fast alle in Asylverfahren oder in Duldung.

Um den gesamten Artikel zu lesen hier Klicken

LAST_UPDATED2  

Du kannst automatisch Joliba unterstützen, wenn du vor jedem Einkauf über diesen Link zu einem Online-Shop gehst und anschließend wie gewohnt einkaufst:
Unterstützen Sie uns mit Ihrem Online-Einkauf
ohne Extrakosten
So wird uns automatisch eine Spende in Höhe von 2-15% des Einkaufswertes gutgeschrieben. Am besten, du speicherst dir den Link in deinen Favoriten! Vielen Dank für deine Unterstützung!



Broschüre zur Geschichte und Kultur
der afrikanischen Diaspora in Berlin von
Paulette Reed Anderson hier erhältlich!


Wieder erschienen!!!

JOLIBA heißt großer Fluss!
Ein Kinderbuch mit Bildern der
Kinder-Malgruppe im Joliba e.V.
Hier erhältlich gegen eine Spende
von 3 € (+ Versandkosten)


JOLIBA - Interkulturelles Netzwerk in Berlin e.V.
Frau Katharina Oguntoye
Projektleitung

Postadresse
Görlitzer Straße 70
10997 Berlin

Tel:  +49 (0)30 - 610 76 802

Archiv und Büro:
Manteuffelstr.97
10997 Berlin

Tel: +49 (0)30 - 695 69 144
Fax: +49 (0)30 - 74073969

Email: joliba@snafu.de

Bürozeiten
Montag bis Freitag 11-16 Uhr
Für Beratungstermine bitte telefonisch anmelden.

Bankverbindung
Bank für Sozialwirtschaft
BIC:BFS WDE 33BER
IBAN: DE93.10020500000.3360503
Spenden sind steuerlich absetzbar

Die Arbeit des Joliba e.V. wird überwiegend durch ehrenamtliche Arbeit sowie kleinere
projektgebundene Förderungen getragen.

Wenn Sie den Verein Joliba oder einzelne Projekte unterstützen möchten, können Sie auch das
Online-Spendenformular verwenden.


Registrierung zu dem Joliba Newsletter


Projekte